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Montag, 1. Juli 2013

über Geheimdienste, Snowden und Gauck

Edward Snowden der ehemalige IT Mitarbeiter der NSA (National Security Agency) in den USA hat die Arbeitsweisen seiner Behörde recht offen in einem Interview beschrieben. Ich bin sehr darauf gespannt was die ins Vertrauen gezogene Dokumentarfilmerin Laura Poitras aus dem Material mit Snowden macht. Auf You Tube findet sich folgendes Video mit Snowdens Intentionen.


Es wundert mich, wie verwundert viele über die Methoden der Geheimdienste sind, denn Herr Snowden ist nicht der erste Whistleblower über diesen Bereich. Man sieht, wie weit ein romantisiertes Bild der Geheimdienste verbreitet ist. Im Buchladen deines Vertrauens findest du eine beachtliche Auswahl von Büchern, die sich genau diesen Themen widmen, aber häufig belacht wurden als paranoide Agitationsliteratur gegen Behörden. In diesen berichten aber verschiedene Mitarbeiter über die Arbeitsweisen ihrer Geheimdienste.

Das eben bereits erwähnte romantisierte Bild stammt unter anderem von einer sehr erfolgreichen englischen Kinoserie mit dem Spezialagenten James Bond. In dieser sehr beliebten Filmreihe wird ein Held dargestellt, der sympathisch, fair und loyal ist. Mich erinnern diese Filme an die ebenfalls romantisierte Darstellung von Mittelalter Monarchien, die in Wirklichkeit sehr hart und herzlos waren in einer heftig hierarchischen Struktur aus Klassen.
Wenn man über Geheimdienste liest, heißt es unterm Strich: Alles was technisch machbar ist wird auch gemacht. Wir vertrauen aber darauf, dass dies kontrolliert wird und sinnhaftig durchgeführt wird.

Während ich an diesem Blogbeitrag schreibe, wird das sog. Sommerinterview der ZDF Sendung "Berlin direkt" mit dem Bundespräsidenten Gauck veröffentlicht, was vor allem im Netz zu einem großen Aufschrei führte.
Für "puren Verrat" habe der Bundespräsident lt. ZDF kein Verständnis, er sehe auch das Verhältnis zwischen Freiheit und Sicherheit in Deutschland nicht in Gefahr. Obama versicherte ihm persönlich, dass die USA noch immer freiheitsliebend seien.

Die Enthüllungen zeigten, es sei nicht wie bei der Stasi und dem KGB, denn es seien keine schriftlichen Bände zusammengetragen worden, sagt Gauck im Interview. Ich frage mich, ob Festplatten und Datenbanken mit entsprechenden Sammlungen über Telefonate, E-Mails und SMS nicht das moderne Pendant und ebenso schockierend sind.

Wie sollte man in unserem Land mit unserer Geschichte mit der Aufdeckung von Fehlverhalten des Staates umgehen? Sollen die Mitarbeiter schweigend zurücktreten und das Ganze sich selbst überlassen?

Wir haben eine Gewaltenteilung, um einem neuen totalitären System vorzubeugen, dachte ich. Ich fände es beängstigend wenn sich Geheimdienste über unsere Demokratie stellen.






Samstag, 29. Juni 2013

Ein Plastik Artikel

Mehr oder weniger zufällig landete ich heute beim Stöbern in meinem Watchever auf den Film "Plastic Planet" von Werner Boote. Der Film und das behandelte Thema waren so eindrucksvoll, dass es mich sehr beschäftigt hat und nun in diesem Blogeintrag mündet.




Werner Boote, selbst der Enkel eines Plastikfabrikanten der Nachkriegszeit und großer Plastik-Fan, macht sich auf die Spurensuche nach dem Alleskönner, seiner Geschichte, Herkunft und Herstellung, sowie der Problemsuche.


Hier der Trailer zum Film:



Während wir diesen Film ansahen schmeckte uns plötzlich das Wasser aus den Einwegflaschen nicht mehr und es gingen uns sehr viele Dinge durch den Kopf. Wie kaufen wir unsere Wurst/Fleisch/Käse etc. worin bewahren wir Essen auf usw.
Nach diesem Film kann man nicht ruhigen Gewissens so weitermachen wie bisher, was in Anbetracht des Alters der Produktion sehr bedenklich ist. Denn bereits 2009 wurde dieser nämlich veröffentlicht, leider hat sich seit dem wenig in Bezug auf die Thematik getan. Eigentlich sollte dieser Film einen heftigen Ruck durch die Politik in Europa und der Welt auslösen, den ich aber leider vermisse.
Besonders dieses unsinnige Einwegpfandgesetz was zu einem riesigen Einwegmarkt geführt hat und das vorbildliche deutsche Mehrwegsystem mehr und mehr verdrängt hat, sollte man noch einmal überdenken. In den Diskountern bekommt man fast keine Glasflaschen mehr, lediglich Bier und Wein sind noch in Glas verpackt.

Mir sind selbstverständlich die Vorteile von Plastikflaschen bewusst und unter Umständen muss man auf diese zurückgreifen, aber wir haben uns erstmal wieder drei Kisten Mineralwasser sowie Fassbrause und Bier in Glasflaschen besorgt. Prost. Schließlich überwiegt doch die Gefahr von Krebs und der Beeinflussung des Hormonhaushalts. Das ist für mich sehr beängstigend und etwas was ich nicht bereit bin zu riskieren.

Hier die offizielle Website des Films: http://www.plastic-planet.de

und hier eine Seite der Kunststoffindustrie mit einer Gegendarstellung http://www.plasticplanet.de

Nachtrag:

Forscher hatten bei früheren Untersuchungen Indizien dafür gefunden, dass der Stoff auch die Reifung des Gehirns von Ungeborenen und Kleinkindern irreversibel schädigen kann. Auch mit Herzerkrankungen, Brust- und Prostatakrebs sowie Fruchtbarkeitsproblemen wird Bisphenol A in Verbindung gebracht.
Artikel aus "Die Welt" vom 13.06.2013

Sonntag, 23. Juni 2013

Meine erste Session beim #tck13 wurde geyoutubed: Filme im Netz

Beim Tweetcamp in Köln am letzten Wochenende habe ich eine Session zum Thema Filme im Netz angeboten, die @gsohn gefilmt und in seinem Youtube Kanal veröffentlicht hat. Hier nur für alle die nicht dabei sein konnten oder es noch einmal ansehen möchten.

Jeder ist sich selbst der nächste!

Wir sehen Demonstrationen gegen Ellenbogen Kapitalismus für mehr soziales Miteinander, das gehört zum guten Ton. Doch wie ernsthaft wird diese Forderung gelebt?
Wir wollen eine intelligente Gesellschaft sein, die aufeinander achten will.
Leider sieht die Realität da vollkommen anders aus, was ich an den Beispiel WG-Leben einmal verdeutlichen möchte.

Nach jahrelanger WG-Erfahrung möchte ich folgende vier Stichpunkte aufführen die verdeutlichen sollen wie selbstsüchtig Mitbewohner und WG-Bewerber vorgehen.


  1. Kaution bezahlen - 50% unserer Mitbewohner schaffen es nicht die Kaution zum Einzug bereitzustellen, das wäre bei keiner normalen Wohnung möglich, in WGs kann man es ja machen. Im schlimmsten Fall wartete ich über drei Monate auf die Kaution und musste mit Kündigung drohen um das Geld überhaupt zu bekommen.
  2. Sauberkeit - in meiner WG galt bisher immer wir brauchen keinen Putzplan, als Erwachsene Menschen regeln wir das unbürokratisch und jeder putzt mal abwechselnd - leider funktioniert das nicht. wenn ich mal ein paar Tage nicht zuhause bin wird nicht einmal der Müll raus gebracht. Wenn man dann mal nachfragt geht es zu wie im Kindergarten "Der Müll ist gar nicht von mir sondern von..." Es gibt auch sehr viele Mitbewohner die sich verhalten wie in einem Hotel, dafür ist die Miete allerdings zu gering ;-)
  3. Kündigung - wer die WG verlassen will, will am liebsten keinen Tag warten und eine Kündigungsfrist sollte schon gar nicht gelten. Anders für den Vermieter/Untervermieter, es wird als Frechheit gesehen wenn man jemandem kündigt. In beiden Fällen verändert sich das Sozialverhalten des Mitbewohners in Bezug auf WG-Leben und Sauberkeit und zwar zum Negativen...
  4. WG-Bewerber - an Bewerbern mangelt es nie, ich lade dabei nicht mehr als 6 Bewerber ein, um den Leuten gerecht zu werden. Leider ist das anscheinend sehr naiv von mir denn die Bewerber machen zwar Termine und Versprechungen ohne Ende, aber über die Hälfte kommt nicht zum vereinbarten Termin und von denen die nicht kommen sagt eigentlich niemand ab! Auf Nachfrage heißt es aber man wollte sich gerade bei mir melden - haha... #fail

Aus aktuellem Anlass ärgere ich mich gerade sehr über dieses Verhalten und frage mich in was für einer Welt wir leben möchten und wie die Gesellschaft unter ihrem sozialen Deckmantel aussieht. 
Es gibt noch weitere Punkte, die aber aus Gründen nicht weiter ausgeführt werden.

Jeder ist sich selbst der nächste. 

Mittwoch, 24. April 2013

Kraut Fun Ding für "Kleine Graue Wolke" erfolgreich - MS Doku

Während der Dreharbeiten an der Piratendoku in 2012 versuchte ich mich das erste Mal an sog. Crowdfunding. Ich hörte zum ersten Mal davon als Timo Vuorensola Geld für seinen Film "Iron Sky" sammelte. Also wollte ich es auch einfach mal probieren, damals bei der CF-Plattform pling.de. Pling Saber Rider and the Star Sheriffs - The Game" was auch schon damals ihr Renommee war ;-). pledgebank (Versprechensbank) Wir hangelten uns also mehr oder weniger von Drehtag zu Drehtag und hat jeweils etwa 10 bis 20 Unterstützer, so waren die Fahrtkosten usw. wenigstens gedeckt. Wir man ja auf www.piratendoku.de nachlesen kann ist der Film im Rohschnitt fertig und hofft auf eine positive Antwort der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein um ihn bis September 2013 zu veröffentlichen.
scheint aber weniger bekannt zu sein und eher für kleinere Projekte. Bei Filmbudgets ist man immer gleich bei riesigen Summen (zumindest auf den ersten Blick). Bei Pling werben die immernoch mit ihrem "
Mit der Piratendoku haben wir im CF quasi gar nichts erreichen können, ich ging da aber auch sehr naiv ran damals, dachte es würde sich einfach so ohne mein zu tun im Web verbreiten. Mir sagte damals übrigens jemand "Crowdfunding funktioniert nur bei Computerspielen und Pornos!" ;-) . Für die gröbsten Unkosten die mir während der Drehtage zur Piratendoku entstanden, fand ich durch die Piraten einen anderen Weg:
Bei "Kleine graue Wolke" bin ich völlig anders an die Sache ran gegangen. Als ich gestern zu einem Gespräch in eine Kölner Produktionsfirma eingeladen wurde um meine CF Erfahrungen zu präsentieren, nannte man mein Vorgehen "klassische Pressearbeit".
Ich möchte hier jetzt nicht ins Detail gehen, aber soviel verraten, dass eine Konstante Berichterstattung in so vielen Medien wie möglich, seien es Zeitungen, Radio oder Fernsehen genauso wie Webseiten von Verbänden, Sponsoren oder Blogs, unabdingbar sind! Nur bei Themen die absolut in Mainstream angekommen sind, muss man sich weniger Mühe geben, denke ich, da dann bereits eine riesige Community existiert. Das war bei kleine graue Wolke nicht der Fall.


Kleine graue Wolke auf Startnext => http://www.startnext.de/kleinegrauewolke


Und so freuen wir uns, dass die Arbeit der vergangenen Monate mit Lokalzeitungen und den verschiedensten Redaktionen uns so weit gebracht hat, das wir unser Ziel im Kraut Fun Ding erreichen konnten! Vielen Dank dafür!
Ich denke dieses Modell hat Zukunft, man muss noch ein wenig daran arbeiten und es passt sicherlich nicht bei jedem Thema, doch ich finde es sehr demokratisch und freue mich über die Macht der Finanzierung durch jedermann! 
Nichts desto trotz ist man bei den großen Budgets selbst bei einem solch kleinen Dokumentarfilm auf die Unterstützung von Sponsoren oder Fernsehsender beziehungsweise der Filmförderung angewiesen! 
Wir werden sehen wie sich die Finanzierungsmodelle unserer Kultur in Zukunft verändern werden!

http://www.facebook.com/kleineGraueWolke | https://twitter.com/klgrauewolkehttp://www.kleinegrauewolke.de

Montag, 18. Februar 2013

Piratendoku im Schnitt

nach 10 Monaten, etlichen Drehtagen und Stunden an Material sitzt David Brych nun im Schnitt mit der Piratendoku. MEDIAL NICHT DARSTELLBAR - die Piratendoku

 

 Die Landtagswahl in Niedersachsen war am 20. Januar, die Piratenpartei scheiterte an der 5% Hürde und lag mit erreichten 2% noch unter den Prognosen von 3%. Der Film wird die Geschichte mit all ihren Hochs und Tiefs dokumentieren. Als die Dreharbeiten begannen, standen die niedersächsischen Piraten bei 14% und bundesweit hieß es 10% der Deutschen würden sie wählen. Ausschnitte, Resümees und zahlreiche Infos finden sich auf www.piratendoku.de und ganz besonders auf unserem twitter twitter.com/piratendoku

Amazon Stellungnahme zu ARD Fernsehreportage "Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon"


Pressemitteilung von Amazon 

Amazon nimmt die Vorwürfe bezüglich der Situation im Seepark Ost während der Weihnachtszeit sehr ernst. Amazon ist verantwortlich dafür, dass alle Beschäftigten unserer Logistikzentren jederzeit sicher sind und mit Respekt und Würde behandelt werden. Es ist uns eindeutig nicht gelungen, die Einhaltung unserer hohen Standards auch durch den Dienstleister, der für Unterbringung, Transport und den Einsatz der Sicherheitskräfte bei unseren Zeitarbeitskräften verantwortlich war, zu gewährleisten. Aus diesem Grund beenden wir unsere Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen. Den Einsatz des kritisierten Sicherheitsdienstes hatten wir bereits beendet. Weitere Informationen zu Amazons Logistikzentren einschließlich Löhnen finden Sie unter www.amazon.de/logistikzentren.

Diese Stellungnahme bezieht sich auf die ARD Fernsehreportage "Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon"

ARD Mediathek: http://bit.ly/12DOBsU

Dienstag, 7. Februar 2012

Wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit! (99Fire Films Award 2012 Beitrag)



Film weg. Letztes Hemd weg. Alles Weg.
Beim 99Fire Film Award dreht man innerhalb von 99 Stunden einen 99 Sekunden langen Clip. Und gibt danach sämtliche kommerziellen Rechte an dem eigenen Film ab.

Wir lieben den 99Fire Film Award. Aber die AGBs finden wir doof -- und hoffen, dass diese 2013 zugunsten der Teilnehmer modifiziert werden.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Trailer "Deadly Dust" - Todesstaub - demnächst wieder im Kino

Der Film begleitet den deutschen Tropenarzt und Epidemiologe Dr. Siegwart-Horst Günther und seine amerikanischen Kollegen bei ihren Untersuchungen im Kosovo, in Bosnien und im Irak. Überall dort hatten amerikanische Truppen die gefährliche Uran-Munition eingesetzt. Der Film zeigt bislang wenig bekannte Langzeitfolgen unter denen besonders die Kinder in den Kriegsgebieten zu leiden haben. Nach Ende des jüngsten Irak-Krieges entdeckten die Experten in der Umgebung von Basra kontaminierte Kriegsschauplätze, deren radioaktive Verseuchung die natürliche Erdstrahlung um das 20.000-fache übertrifft.



Demnächst wieder im Kino, Termine und Infos auf www.ag-freiesdenken.de

Donnerstag, 23. Juni 2011

Zukunft geben - Kinder der verfolgten Kirche (Open Doors Reportage)



Verfolgung von Christen - schon für Erwachsene ein schwieriges und emotionales Thema. Zum ersten Mal gab es beim Open Doors Tag 2011 in Wetzlar ein großes Kinderprogramm. So haben auch die jüngeren Teilnehmer viel über die Schicksale ihrer Altersgenossen erfahren, die in Ländern leben, in denen Kindergottesdienst wegen der Verfolgung nicht selbstverständlich ist.
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